Sparda-Stiftung Nürnberg.

Sparda-Stiftung Nürnberg.

Werte wie Solidarität, Respekt und Toleranz sind gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Vereine, Institutionen und auch Einzelpersonen, die sich in unserer Region gesellschaftlich engagieren und diese Werte leben, unterstützt die Sparda-Stiftung bereits seit 2005 mit den Sparda-Stiftungspreisen. Im Rahmen der Preisverleihung 2018 wurden fünf Projekte mit Vorbildcharakter durch Preisgelder von insgesamt 18.000 Euro ausgezeichnet.

Die Preisträger des SpardaZukunftspreises 2018:

1. Platz (5.000 Euro): Schule der Phantasie Fürth / Franken e. V.:
Projekt „UTOPIA – Stadt der Kinder“

Das Projekt ermöglicht es Kindern in Nordbayern, spielerisch ihre Visionen einer modernen Stadt zu formulieren. Die Teilnehmer lernen in dem Planspiel, rücksichtsvoll und im Team einer Stadt ihren Stempel aufzudrücken, ohne eine gesellschaftliche Gruppe auszuschließen. Sie erkennen, dass Teilhabe möglich ist und ihren Ideen und Wünschen keine Grenzen gesetzt sind.

2. Platz (3.000 Euro): Bridging Arts Nürnberg:
Das Opern-Projekt „Was bleibt … oder die Geschichte des Rattenfängers“

Künstlerisch einen Zugang zu großen gesellschaftspolitischen Fragen finden: Mit Disziplin und Selbstbewusstsein stellen sich die Projektteilnehmer im Team der Herausforderung, eine Oper auf die Beine zu stellen. In der Vorstellung soll vermittelt werden, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft, Behinderung oder Bildungsgrad – ein Gemeinschaftsgefühl entwickeln können.

3. Platz (2.000 Euro): Schulbauernhof und Umweltstation Heinershof e. V.:
Projekt „Heinershofer Brot- und Käseschule“

Wie schärft man das Bewusstsein von Kindern für selbstgemachte Produkte? Man lässt sie selbst Hand anlegen. Auf dem Hof erfahren Kinder, wie aufwändig die Herstellung von Brot und Käse aus regionalen Zutaten ist und bekommen ein Gefühl für deren Qualität. Die Wertschätzung für Natur und Umwelt soll so gefördert werden.

Der Preisträger des SpardaSolidaritätspreises 2018:


„Bildung für alle“ ist das erklärte Ziel der „Straßenkreuzer Uni“. Das Projekt des gleichnamigen Nürnberger Vereins „Straßenkreuzer e. V.“ wird mit dem SpardaSolidaritätspreis ausgezeichnet und erhält 5.000 Euro. Wissenschaftliche Inhalte ohne Zugangsschwelle an Interessierte verständlich zu vermitteln, ist auch im 21. Jahrhundert in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist das Angebot der „Straßenkreuzer Uni“. Zielgruppe sind Frauen und Männer, die aufgrund bestimmter Lebensumstände mit einem universitären Bildungsangebot kaum in Berührung gekommen sind – darunter Flüchtlinge, Menschen mit Behinderung und Bedürftige. Professionelle Pädagogen und Freiwillige vermitteln den Teilnehmern kostenlos ein breitgefächertes Wissen. Die Lehrinhalte reichen in diesem Jahr vom Vortrag, wie eigentlich Plastik hergestellt wird, bis zur Erklärung, welche Rolle psychiatrische Gutachten in der Urteilsfindung der deutschen Justiz spielen. Das Projekt schafft ein Forum für Menschen, die sonst nicht aufeinandertreffen würden. Lehrende und Lernende bekommen jeweils einen einmaligen Einblick in die Lebenswirklichkeit der anderen.

Die Preisträgerin des SpardaMedienpreises 2018:

Für den Bericht über die Frisörinnen Mona und Julia erhält die Journalistin Franziska Lindner den diesjährigen SpardaMedienpreis und die damit verbundenen 3.000 Euro. Der für TV Mainfranken entstandene Beitrag stellt die „Langhaarmädchen“ – wie sich Mona und Julia nennen – vor. Sie touren in einem eigens zum Haarsalon umgebauten Bus durch die Region und engagieren sich unter dem Motto „Spitzen schneiden für den guten Zweck“. Unterstützt werden sie von zahlreichen Sponsoren. Mit deren Hilfe konnten sie sogar eine eigene Beautyprodukt-Linie auf den Markt bringen. Ein Teil der Erlöse aus dem Verkauf und der Frisörarbeit kommt den Mainfränkischen Werkstätten für Behinderte zugute.


Alle Stiftungspreisträger 2018 auf einen Blick (v. l.): Thomas Lang (Vorsitzender des Stiftungsvorstandes der Sparda-Stiftung Nürnberg), Stefan Schindler (Vorsitzender des Stiftungsrates der Sparda-Stiftung Nürnberg), Ilse Weiß (Chefredakteurin Straßenkreuzer e. V.), Dr. Dolore Messerer-Schmid (Geschäftsführerin Bridging Arts Nürnberg), Tina Sickmüller (erste Vorsitzende Schulbauernhof und Umweltstation Heinershof e. V.), Ulrike Irrgang (erster Vorstand Schule der Phan-tasie Fürth / Franken e. V.), Franziska Lindner (TV Mainfranken), Dr. Ulrich Maly (Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg und Schirmherr der Stiftungspreise)