Lagebericht

Der Lagebericht enthält Teile der nach Teil 8 Art. 435 bis 455 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) und nach § 26a KWG offenzulegenden Inhalte.

I. Grundlagen der Bank

Die Sparda-Bank Nürnberg eG ist schwerpunktmäßig eine Bank für Privatkunden wie Angestellte, Beamte, Rentner und sonstige Privatpersonen. Diesen Kundengruppen bieten wir ein attraktives Produkt- und Leistungsangebot an. Als Genossenschaftsbank steht die umfassende Beratung und Betreuung sowie die Förderung unserer Mitglieder im Mittelpunkt. Im Rahmen einer satzungsmäßigen Öffnung im Geschäftsjahr 2016 wurde eine mögliche Mitgliedschaft auch auf Personengesellschaften sowie juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts ausgeweitet. Auf dieser Basis wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr das Kundensegment der gewerblichen Immobilienfinanzierung von Wohnbaugenossenschaften aufgebaut.

Unsere Kunden stammen zum großen Teil aus dem Einzugsbereich der Bank. Das Kerngeschäftsgebiet der Bank erstreckt sich im Wesentlichen auf den nordbayerischen Raum. Die Sparda-Bank Nürnberg eG betreut über digitale Wege auch Mitglieder und Kunden außerhalb dieses Kerngeschäftsgebietes.

II. Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Sparda­-Banken

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2018 zum neunten Mal in Folge gewachsen. Nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes betrug der Anstieg des preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts 1,5 %. In den beiden Vorjahren lagen die Wachstumsraten noch bei über 2 %, so dass der Aufschwung etwas gebremst war. Gemessen am Durchschnittswert der letzten zehn Jahre in Höhe von 1,2 % war das Wachstum immer noch überdurchschnittlich.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2018 mit einem Überschuss von 227,8 Mrd. EUR ab. Im Jahr 2017 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz noch 247,9 Mrd. EUR betragen. Auch hier erkennt man, dass die konjunkturelle Lage etwas an Schwung verloren hat. Auch die Leistungsbilanz wies den vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank nach einen Überschuss von 249,1 Mrd. EUR, der unter dem Vorjahreswert von 261,2 Mrd. EUR lag, aus.

Die Zahl der Erwerbstätigen betrug im Jahr 2018 durchschnittlich rund 44,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland, 1,3 % mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der seit 13 Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit dynamisch fort, so dass im Jahr 2018 die höchste Zahl an Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erreicht wurde. Nach den vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2018 durchschnittlich knapp 1,5 Millionen Personen erwerbslos; dies waren 130.000 weniger als ein Jahr zuvor.

Im Jahresdurchschnitt 2018 erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2017 um 1,9 %. Ein Jahr zuvor lag die durchschnittliche Steigerung noch bei 1,8 %. Die etwas höhere Jahresteuerungsrate 2018 wurde maßgeblich durch die Entwicklung der Energiepreise bestimmt, die sich 2018 um 4,9 % erhöhten. Betrachtet man die Entwicklung ohne Energie- und Lebensmittelpreise (Kerninflation), lag die Preissteigerungsrate demgegenüber im Jahresdurchschnitt 2018 bei 1,5 % und war damit leicht höher als im langjährigen Durchschnitt seit dem Jahr 2000 von 1,2 %.

Das Volkseinkommen, das sich aus dem Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Vermögenseinkommen zusammensetzt, ist 2018 um
3,1 % gestiegen. Ursache war hier der Anstieg des Arbeitnehmerentgelts in Höhe von 4,7 %. Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen waren mit -0,3 % rückläufig. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich 2018 um 3,2 %. Das Sparverhalten der privaten Haushalte zog im abgelaufenen Geschäftsjahr mit +8,1 % weiter an.

Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat der Staat im Jahr 2018 einen Finanzierungsüberschuss in Höhe von 59,2 Mrd. EUR ausgewiesen. Dies war der fünfte Überschuss in Folge und der höchste, der bisher erreicht wurde. Dabei wiesen sowohl Bund als auch die Länder und Gemeinden sowie die Sozialversicherungen Finanzierungsüberschüsse aus. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ergibt sich daraus eine Maastrichtquote von +1,7 %.

Gemäß dem im November 2018 erschienenen Finanzstabilitätsbericht der Deutschen Bundesbank überwiegen aktuell die Abwärtsrisiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung. Die Zunahme geopolitischer Spannungen, der Ausbruch von Handelskonflikten und die Ungewissheit über den Verlass des Vereinigten Königreiches aus der EU sind Faktoren, welche die künftige konjunkturelle Entwicklung beeinflussen können. Ein unerwartet starker Kon-junktureinbruch dürfte mit einer erheblichen Korrektur der Vermögenspreise verbunden sein. Die Deutsche Bundesbank warnt in diesem Zusammen-hang auch mit steigenden Verlusten durch Kreditausfälle. Damit kann es zu einer Minderung der freien Eigenkapitalpuffer kommen. Steigen die Zinsen unerwartet stark, könnte es in einem Konjunkturabschwung auch zu Verlusten bei kleinen und mittelgroßen Banken führen, die ihre Fristentrans-formation in den vergangenen Jahren teils stark ausgeweitet haben.

Auch ein Rückgang der aktuell hohen Bewertungen für Immobilien könnte das deutsche Finanzsystem empfindlich treffen. Allerdings gibt es aktuell keine Anhaltspunkte, dass sich substanzielle Finanzstabilitätsrisiken aus dem Neugeschäft mit Wohnimmobilienfinanzierungen aufbauen.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Eigenkapitalausstattung deutscher Banken erheblich verbessert. Hierzu haben neben zahlreichen Regulierungsmaßnahmen sowie Kapitalpuffer auch die gute konjunkturelle Entwicklung und die stark fallende Risikovorsorge beigetragen.

Die Gruppe der Sparda-Banken, die aus nunmehr 11 wirtschaftlich und rechtlich selbstständigen Sparda-Banken in Deutschland besteht, konnte nach den vorläufigen Zahlen im Geschäftsjahr 2018 mit einem Anstieg der Bilanzsumme um 3,3 Mrd. EUR bzw. +4,6 % auf 74,9 Mrd. EUR weiter wachsen. Dabei stiegen die Kundenkredite um 1,1 Mrd. EUR oder 2,6 % auf 43,4 Mrd. EUR sowie die Forderungen an Kreditinstitute um 2,3 Mrd. EUR
bzw. +24,6 % auf 11,5 Mrd. EUR an. Die Kundeneinlagen haben stärker zugelegt. Sie erhöhten sich um 3,5 Mrd. EUR oder 5,6 % auf 66,1 Mrd. EUR. Die Einlagenzuwächse waren vor allem im Bereich der Sichteinlagen vorhanden.

Auf Basis der voraussichtlichen Ertragslage der Sparda-Banken zum 31.12.2018 wird das Betriebsergebnis nach Bewertung aufgrund eines weiter rückläufigen Zinsüberschusses sowie höherer Verwaltungsaufwendungen bei gleichzeitig gestiegenem Provisionsüberschuss sowie geringeren Aufwendungen aus der Bewertung rückläufig sein.

Die Entwicklung der Sparda-Bank Nürnberg eG, einer Bank der Gruppe der Sparda-Banken, wird nachfolgend dargestellt.

2. Entwicklung der Sparda-Bank Nürnberg eG

 

Bilanzsumme und Geschäftsvolumen


Die Bilanzsumme ist im Berichtsjahr um 8,2 % angestiegen und überschritt im Juni 2018 erstmalig den Bestand von 4,0 Mrd. EUR. Hauptursache war sowohl der Anstieg der Forderungen gegenüber Kunden und Banken (einschließlich Bundesbank) als auch der Anstieg der Kundeneinlagen.

Aktivgeschäft


Die Barreserve stieg insbesondere im Bereich der bei der Deutschen Bundesbank gehaltenen Guthaben an. Durch die Anerkennung der bei der Bundesbank gehaltenen Guthaben (266,4 Mio. EUR) als hochliquide Aktiva können regulatorische Anforderungen für die Liquiditätshaltung zielgerichtet erfüllt werden. Der Umfang des Kassenbestandes innerhalb der Barreserve beträgt 35,7 Mio. EUR.

Die Bankguthaben gegenüber genossenschaftlichen Kreditinstituten stiegen durch die höhere täglich fällige Liquiditätshaltung bei der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank an.

Die Wertpapierpositionen der Bank reduzierten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 1,2 %.

Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren wurden in 2018 Wertpapierbestände mit einem Nominalwert von 150,7 Mio. EUR endfällig. Neu in den Bestand genommen wurden Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Nennwert in Höhe von 60,8 Mio. EUR. Im vergangenen Jahr wurden neben Pfandbriefen verschiedener deutscher Banken auch ungedeckte Wertpapiere unserer genossenschaftlichen Zentralbank erworben. Hierbei wurden auch nachrangige Inhaberschuldverschreibungen beigemischt. Darüber hinaus erfolgte der Kauf von Anleihen gegenüber Förderbanken.

Die Pfandbriefe zeichnen sich dadurch aus, dass dem Investor neben der Bonität der emittierenden Bank im möglichen Fall einer Insolvenz dieser Bank zusätzlich eine sogenannte Deckungsmasse zur Verfügung steht. Die Deckungsmasse besteht bei Hypothekenpfandbriefen aus Darlehensforderungen, die durch Grundpfandrechte auf Grundstücke besichert sind, so dass das Ausfallrisiko im Vergleich zu unbesicherten Wertpapieren weit geringer ist.

Seit Bestehen der BVR-Sicherungseinrichtung hat es noch nie eine Insolvenz einer angeschlossenen Bank gegeben; daher mussten noch nie Einleger entschädigt werden. Von der BVR-Sicherungseinrichtung in vollem Umfang geschützt sind Spareinlagen, Sparbücher, Sparbriefe, Termineinlagen, Festgelder und Sichteinlagen auf Girokonten von Privatpersonen und Unternehmen.

Die Höhe der Bestände an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren hat sich in 2018 um 74,7 Mio. EUR bzw. 18,6 % auf 476,4 Mio. EUR erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein LCR-fähiger Spezialfonds neu aufgelegt sowie weitere Immobilienfondsbestände erworben.


In 2018 erhöhte sich der Kundenforderungsbestand beachtlich um 7,6 % auf 2.573,8 Mio. EUR.

Im Bereich der Baufinanzierungen wurden neue Kreditvereinbarungen mit einem Zusagevolumen über 640,7 Mio. EUR und im Bereich der persönlichen Kredite über 31,5 Mio. EUR getroffen.

Dabei wirkten sich auch die Kreditvergaben im Bereich des aufbauenden Kundensegments der Immobilienfinanzierung von Wohnbaugenossenschaften aus. An nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften wurden 2018 Kreditvergaben mit mehr als 1 Mio. EUR von insgesamt 80,1 Mio. EUR neu zugesagt.

Die allgemeine Nachfrage nach Immobilien war in 2018 – gemessen an der Anzahl der genehmigten Wohnungen – wieder leicht ansteigend. Wie das Statistische Bundesamt im Januar 2019 mitgeteilt hat, wurden in der Zeit von Januar bis November 2018 0,5 % bzw. 1.600 Wohnungen mehr als im betreffenden Vorjahreszeitraum genehmigt.

Durch die gute Konditionsgestaltung bei den mit den Kunden vereinbarten Baufinanzierungszinssätzen konnte der Baufinanzierungsabsatz (gemessen an den Baufinanzierungszusagen) um 50,8 % beträchtlich gesteigert werden.

Passivgeschäft


Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gab es einen Anstieg in Höhe von 9,7 % um 8,1 Mio. EUR auf 91,3 Mio. EUR.


Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entfällt in weiten Teilen auf durchgeleitete Förderdarlehen; diese stiegen in 2018 um 7,6 Mio. EUR auf 87,2 Mio. EUR an.


Die Bestände der Kundeneinlagen stiegen in 2018 um 8,5 % auf 3.792,5 Mio. EUR an.

Innerhalb des Kundeneinlagenbestandes gab es Umschichtungen von den Spareinlagen, die um 23,9 Mio. EUR rückläufig waren, zu den täglich fälligen Verbindlichkeiten, deren Bestände sich um 336,0 Mio. EUR erhöhten. Die rückläufige Entwicklung der Spareinlagen hin zu kurzfristigen Einlagen zeichnet sich bereits seit mehreren Jahren ab.

Innerhalb der Spareinlagen waren insbesondere die Einlagenformen „SpardaDynamic“ und „SpardaFest“ aufgrund von Fälligkeiten um insgesamt 53,9 Mio. EUR rückläufig. Bei der klassischen Spareinlagenform „SpardaSpar“ gab es dagegen Zuwächse um 27,5 Mio. EUR auf 214,3 Mio. EUR. Gemessen an den Beständen ist die klassische Spareinlage „SpardaSpar“ im Spareinlagenbestand volumensmäßig am stärksten vertreten.

Der Bestand der anderen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stieg im Wesentlichen im Bereich der Tagesgeldanlagen und der Girokontenbestände an. Die täglich fälligen Anlagen betragen zum Stichtag 88,0 % der gesamten Kundeneinlagen.

Sämtliche Serien der Inhaberschuldverschreibungen sind bereits fällig; neue Serien an Inhaberschuldverschreibungen wurden in 2018 nicht aufgelegt.

Die im Geschäftsjahr 2015 aufgenommenen nachrangigen Verbindlichkeiten über nominal 5,0 Mio. EUR, deren Ursprungslaufzeit 10 Jahre beträgt, bestehen unverändert fort.

Investitionen

In den Bereichen der Sachanlagen gab es im vergangenen Geschäftsjahr bedeutende Investitionen für eine neue Filiale in Würzburg, deren Eröffnung im Frühjahr 2019 geplant ist. Hier wurden 2018 bereits Umbaumaßnahmen an einem angemieteten Objekt am Barbarossaplatz 5-7 in Würzburg durchgeführt. Außerdem wurde eine Schließfachanlage für die neue Filiale angeschafft.

Weitere Investitionen wurden im Bereich der EDV-Ausstattung durch die Anschaffung von Hard- und Software getätigt.

Personal­ und Sozialbereich 

a) Personalbestand und ­-struktur

Die Bank beschäftigte im Jahresverlauf 2018 durchschnittlich 321 Mitarbeiter und somit zwei Personen weniger als im Vorjahr. Damit hat sich die Mitarbeiteranzahl in etwa stabilisiert.

Demzufolge ging die Fluktuation im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3 % zurück.

Nach der Neuausrichtung des Vertriebs im Jahr 2017 wurden im vergangenen Jahr auch die Strukturen in der Produktion auf die Anforderungen aus interner und externer Kundensicht angepasst und Fachkarrierewege eingezogen.

Der Personalaufwand stieg aufgrund tariflicher Gehaltserhöhungen zum 01.02.2018 um 1,8 % sowie der Anpassung von Rückstellungen aus dem Personalbereich auf insgesamt 21,7 Mio. EUR an.

Die Teilzeitquote beträgt unverändert 32 %; d. h. nahezu jeder dritte Beschäftigte der Bank arbeitet in Teilzeit.

Mit der Teilnahme an der Mitarbeiterbefragung „GreatPlaceToWork“ bindet die Bank die Mitarbeiter zudem in die zukünftige Weiterentwicklung hin zum „besten Arbeitgeber“ ein. Im Rahmen der bereichsspezifischen Kulturentwicklung erhalten Mitarbeiter und Führungskräfte eine individuelle Standortbe-stimmung und konkrete Handlungsempfehlungen für die Umsetzung unserer Zielkultur in unseren Prozessen, den täglichen Umgang miteinander und mit unseren Kunden.

Für das Jahr 2019 plant die Bank wieder mit einem leichten Zuwachs im Personalbestand.

b) Aus-­ und Fortbildung

Die fachliche und persönliche Kompetenz unserer Mitarbeiter bestimmt maßgeblich den Erfolg unseres Kreditinstituts.

Unser Personalentwicklungskonzept beinhaltet daher neben Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten auch regelmäßiges Coaching und Training-on-the-job-Maßnahmen für unsere Mitarbeiter. Diese dienen ausschließlich dem Ziel, Mitarbeiter für die jetzt und zukünftig gestellten Anforderungen zu qualifizieren. Wir setzen darüber hinaus weitere Personalentwicklungsinstrumente zielgerichtet und effizient ein.

Unsere Unternehmenskultur ist geprägt vom erfolgreichen Zusammenwirken von Vorstand, Führungskräften und Mitarbeitern.
Dabei kommt den Führungskräften als Bindeglied eine besondere Verantwortung zu.

Die Förderung der nebenberuflichen Weiterbildung der Mitarbeiter wurde auch in 2018 von Mitarbeitern genutzt.

Insgesamt nahmen im Jahr 2018 2.852 Teilnehmer an 324 Seminaren teil, davon fanden 41 % der Veranstaltungen als Inhouse-Seminar statt.
Die Seminarteilnehmer sind in den verschiedenen Bereichen der Sparda-Bank Nürnberg eG (Vertrieb, Produktion, Stab) eingesetzt.
Die Erhöhung sowohl der Teilnehmerzahl als auch der Anzahl der Seminare in 2018 im Vergleich zu den Vorjahren ist insbesondere durch neue regulatorische Weiterbildungsanforderungen begründet.

Die berufliche Qualifikation junger Menschen spielt in der Sparda-Bank Nürnberg eG seit jeher eine zentrale Rolle. Unser erklärtes Ziel ist es, kontinuier-lich Ausbildungsplätze anzubieten und unseren zukünftigen Bedarf an qualifizierten Bankkaufleuten aus eigenen Reihen zu decken. 16 auslernende Auszubildende sowie ein Dualer Student mit Bachelorabschluss wurden im Jahr 2018 übernommen.

13 junge Menschen haben im Jahr 2018 ihre Ausbildung angetreten, sieben mit dem Ausbildungsziel Bankkaufmann/-frau und sechs mit dem Ausbil-dungsziel Kaufmann/-frau für Dialogmarketing. Die Ausbildung für Kaufleute zum Dialogmarketing wurde erstmalig im Jahr 2018 angeboten.
Unsere Ausbildungsquote liegt bei über 10 %.

c) Sozialbereich

Wir verstehen uns als kundenorientierte Bank, die aufgrund des genossenschaftlichen Förderauftrages ihren Mitgliedern in besonderer Weise verpflichtet ist. Wir übernehmen für die Menschen in unserem Geschäftsgebiet Verantwortung, sowohl als Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb als auch durch die Unterstützung von kulturellen, sozialen und dem Gemeinwohl dienenden Aktivitäten.

Im Jahr 2018 unterstützten wir zahlreiche soziale Projekte und veranstalteten zur Weihnachtszeit das 25. Mal in Folge die SpardaWeihnachts-Benefizaktion in Kooperation mit der Aktion „Freude für alle“ der Nürnberger Nachrichten. Wir förderten unter anderem kulturelle Großveranstaltungen, wie die Klassik-Open-Air-Konzerte in Nürnberg, Fürth und Bayreuth, das Hafenfest in Würzburg, das Bardentreffen in Nürnberg, die Erlanger Schloss-gartenkonzerte sowie die Kleinkunst-Events „Umsonst und Draußen“ und „Straßenmusikfestival“ in Würzburg. Außerdem förderten wir in der Region Bamberg das Blues- & Jazzfestival Bamberg und das Event „Bamberg zaubert“.

Gleichzeitig engagieren wir uns in ganz Nordbayern mit großer Leidenschaft für Umweltbildung und Nachhaltigkeit. Ein besonderes Highlight 2018 war unsere Aufforstungsaktion „3.000 Bäume für Nürnberg“: Hier wurde Schülern beim Pflanzen und Pflegen von Setzlingen jahrgangs- und fächerübergrei-fend das Thema Nachhaltigkeit sowie die Bedeutung von ökologischen Zusammenhängen vermittelt.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Die 87. Vertreterversammlung fand am 19. Juni 2018 in Nürnberg statt.

In 2018 standen Neuwahlen bei denjenigen Aufsichtsräten an, die bereits drei Jahre als Aufsichtsrat tätig waren.

Aus dem Aufsichtsrat schieden daher satzungsgemäß die Aufsichtsratsmitglieder Frau Sandra Schäfer sowie die Herren Rainer Nachtigall und Thomas Scheb aus.

Im Zuge der Vertreterversammlung wurden alle ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder wiedergewählt.

Vor Ablauf der nach § 24 Abs. 3 der Satzung regulären Amtsdauer ist aus beruflichen Gründen Herr Frank Hauenstein ausgeschieden. In der stattgefundenen Ersatzwahl wurde Herr Matthias Birkmann neu gewählt.

III. Darstellung der Lage der Bank

1. Ertragslage


Die Ertragslage der Sparda-Bank Nürnberg eG entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich schlechter als in den Vorjahren. Sowohl die Ertrags- als auch die Aufwandspositionen gingen zurück.

Der Zinsüberschuss lag mit 58,0 Mio. EUR um 6,3 Mio. EUR bzw. 9,8 % unter dem Niveau des Vorjahres. Innerhalb des Zinsüberschusses verringerten sich die Zinserträge (GuV-Position 1) um 3,5 Mio. EUR sowie die laufenden Erträge aus bestimmten Positionen (GuV-Position 3) um 2,7 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen (GuV-Position 2) dagegen waren mit 11,7 Mio. EUR in etwa so hoch wie im Vorjahr.

Bei den Zinserträgen reduzierten sich sowohl die Erträge aus dem Bereich Kredit- und Geldmarktgeschäfte als auch die Erträge aus dem Bereich der festverzinslichen Wertpapiere. Die Zinserträge aus dem Bereich der Kredit- und Geldmarktgeschäfte verringerten sich um 1,8 Mio. EUR, während die Zinserträge aus dem Bereich der festverzinslichen Wertpapiere um knapp 1,7 Mio. EUR niedriger waren.

Die Ausschüttungen aus den Investmentfondsbeständen, die in der GuV-Position 3 a) unter den laufenden Erträgen aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesen werden, reduzierten sich um 2,7 Mio. EUR und betrugen insgesamt 7,7 Mio. EUR.

Innerhalb der Zinsaufwendungen gab es einen Anstieg der Zinsaufwendungen gegenüber anderen Kreditinstituten von 8,6 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR. Dies ist vor allem durch den Neuabschluss von Zins-Swaps begründet, die im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung zur Absicherung von Zinsände-rungsrisiken eingesetzt werden.

Demgegenüber verringerten sich die Zinsaufwendungen im Kundengeschäft für Spar-, Termin- und Sichteinlagen um 36,9 % auf 1,8 Mio. EUR. Längerfristige Kundeneinlagen, die nicht in einer Niedrigzinsphase abgeschlossen wurden, laufen nach und nach aus und werden regelmäßig zinslos als täglich fällige Anlage gehalten.

Der Zinsüberschuss wurde durch das Entstehen negativer Zinsen in Höhe von 887 TEUR, der auf die tägliche Liquiditätshaltung bei der Deutschen Bundesbank und unserer zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank entfällt, belastet. Die Sparda-Bank Nürnberg eG selbst hat gegenüber den Sparern keine negativen Zinsen für ihre Geldanlage erhoben.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 19,9 % auf 6,6 Mio. EUR. Der Anstieg der Provisionserträge um 0,9 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr konnte die deutliche Steigerung der Provisionsaufwendungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR nicht ausgleichen.

Innerhalb der Provisionserträge waren insbesondere die Erträge aus dem Bereich des Zahlungsverkehrs (einschließlich Kartengeschäft) höher. Auch die Erträge aus der Vermittlung von Versicherungen stiegen an. Im Bereich der Vermittlung von Investmentfondsprodukten, der Vermittlung von Bauspar-verträgen und den Erträgen aus Objektbesichtigungen waren die Ergebnisse rückläufig.

Innerhalb der Provisionsaufwendungen sind die Aufwendungen für die Vermittlung von Bankprodukten um 3,0 Mio. EUR angestiegen. Die über Dritte an die Sparda-Bank Nürnberg eG vermittelten Baufinanzierungen erreichten in 2018 ein Rekordvolumen. Während die gezahlten Vermittlungs-leistungen direkt aufwandsseitig erfasst werden, fließen die Zinserträge aus den vermittelten Baufinanzierungen erst im Zeitverlauf ertragsseitig zu.

Die Aufwendungen aus dem Kreditkartengeschäft konnten durch geänderte Kreditkartengebührenmodelle reduziert werden.

Der Personalaufwand stieg um 5,6 % auf 21,7 Mio. EUR an. Die Erhöhung betrifft sowohl den Bereich der in der Gewinn- und Verlustrechnung aus-gewiesenen Löhne und Gehälter sowie den Bereich der sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) stiegen um 3,2 Mio. EUR bzw. 12,7 % auf 28,7 Mio. EUR an. Die Erhöhung betraf mit einem Zuwachs von 3,2 Mio. EUR die Serviceaufwendungen für Datenverarbeitung aufgrund der weiter gestiegenen regulatorischen Aufwendungen.

Auch die Aufwendungen im Bereich der Aufwendungen für die Nutzung eines Callcenters sowie die Aufwendungen für die Objektbesichtigungen und die Versicherungsaufwendungen stiegen an; dagegen gab es einen Rückgang der Aufwendungen im Bereich der Porto- und Telefongebühren und der Mietaufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen waren mit 2,1 Mio. EUR um 4,1 % niedriger als im Jahr 2017. Während die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte anstiegen, gab es einen Rückgang der Aufwendungen für die Abschreibung von Büro- und Geschäftsausstattung.
Die Abschreibungen auf Gebäude haben sich kaum verändert.

Im Bereich des Bewertungsergebnisses wurde im abgelaufenen Jahr ein kompensierter Aufwand über 2,9 Mio. EUR ausgewiesen.

Die direkten Risikovorsorgeaufwendungen für die Bewertung unseres Kundenkreditbestandes waren in 2018 weiterhin unbedeutend. Bei Berück-sichtigung aller Ertrags- und Aufwandspositionen in diesem Bereich ergab sich ein saldierter Ertrag über 457 TEUR. Dieser Ertrag entstand maßgeblich aus der Auflösung von unversteuerten Pauschalwertberichtigungen aufgrund der positiven Kreditrisikoentwicklung in den vergangenen Jahren.

Das Bewertungsergebnis im Bereich der Wertpapiere betrug -3,3 Mio. EUR. Hierbei berücksichtigt sind auch Ergebnisse aus der Veränderung von Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken aus dem Bereich der Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Im Bewertungs-ergebnis hat sich vor allem der im 2. Halbjahr 2018 schlagend gewordene Abwärtstrend bei der allgemeinen Börsenmarktentwicklung negativ ausge-wirkt.

Die übrigen Erträge summierten sich auf 2,6 Mio. EUR und halbierten sich damit im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr. Im Vorjahr gab es steuerliche Sondereffekte, die im abgelaufenen Jahr nicht mehr vorhanden waren.

Die übrigen Aufwendungen betrugen 1,5 Mio. EUR und waren damit um 3,0 Mio. EUR niedriger als im Vorjahr. Auch hier waren steuerliche Sonder-effekte im Vorjahr vorhanden, die so nicht mehr angefallen sind.

Der handelsrechtliche Steueraufwand betrug im vergangenen Jahr 4,1 Mio. EUR. Der Steueraufwand entfällt fast vollständig auf den Bereich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Im Jahr 2018 wurde der Sonderposten gemäß § 340g Abs. 1 HGB nicht verändert, so dass keine Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken entstanden sind.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Jahresüberschuss nach Steuern dividiert durch Bilanzsumme) beläuft sich auch für das zurückliegende Geschäftsjahr auf 0,2 %.

Unter Berücksichtigung aller Erträge und Aufwendungen verblieb ein Jahresüberschuss in Höhe von 6.118 TEUR. Dieser liegt um 25,0 % niedriger als im Vorjahr und bildet die Grundlage für die Verwendung des Jahresergebnisses zur Bildung von Rücklagen und zur Ausschüttung an die Mitglieder.

2. Finanz- und Liquiditätslage

Die Sparda-Bank Nürnberg eG hat in 2018 die Angemessenheit der Liquiditätslage über die Liquiditätskennziffer „Liquidity Coverage Ratio“ (LCR) ermittelt und beurteilt. Die daraus berechnete Liquiditätskennzahl übertraf bei weitem die erforderliche Mindestgröße von 100 %. Die Liquiditätslage war jederzeit ausreichend. Zur Liquiditätssteuerung wurde 2018 ein LCR-fähiger Spezialfonds mit einem anfänglichen Volumen von 60,0 Mio. EUR erworben, der ausschließlich in Wertpapiere investiert, die bei der Berechnung der LCR-Kennziffer angerechnet werden können.

Ergänzt wird dieser kurzfristige Mindeststandard durch einen langfristig orientierten Refinanzierungsstandard („Net Stable Funding Ratio“, NSFR), dessen Ziel die Vermeidung längerfristiger struktureller Liquiditätsinkongruenzen ist. Die Positionen der stabilen Refinanzierung werden quartalsweise an die Bankenaufsicht gemeldet. Eine verbindliche strukturelle Liquiditätsquote (NSFR) soll zur Überwindung der übermäßigen Abhängigkeit von kurz-fristigen Refinanzierungen und zur Senkung langfristiger Finanzierungsrisiken frühestens zwei Jahre nach dem Inkrafttreten der „Capital Requirements Regulation (CRR) II“ verpflichtend einzuhalten sein, wodurch eine Einführung vor 2020 nicht zu erwarten ist.

Aufgrund des im Vergleich zur Bilanzsumme hohen Bestandes an festverzinslichen Wertpapieren ist auch in Zukunft mit keiner Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft zu rechnen. Im Jahr 2019 werden Wertpapierbestände mit einem Nennwert von 82,1 Mio. EUR sowie Termingelder mit einem Nennwert von 15,0 Mio. EUR fällig.

Weitere Refinanzierungsmöglichkeiten bestehen im Wesentlichen bei unserer Zentralbank; dort können Kredite aufgenommen und echte Pensions-geschäfte abgeschlossen werden.

Des Weiteren können Teile der bei der Sparda-Bank Nürnberg eG im Eigenbestand befindlichen Wertpapiere bei der Deutschen Bundesbank als Sicherheit hinterlegt werden. Dadurch können wir auf Refinanzierungsmittel bei der Europäischen Zentralbank in Form der Offenmarktoperationen und der Spitzenrefinanzierungsfazilitäten zurückgreifen, um so eine jederzeitige Zahlungsbereitschaft sicherzustellen.

3. Vermögenslage

Eigenkapital

Das verbleibende Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:


Durch die Rücklagendotierung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres, die Aufnahme neuer Mitglieder sowie durch die im Jahr 2016 umgesetzte Erweiterung des möglichen Zeichnungsvolumens von Geschäftsanteilen von bisher maximal 10 Anteilen pro Mitglied auf nun maximal 99 Anteile
pro Mitglied konnte das Eigenkapital erneut deutlich gestärkt werden.

Die Sparda-Bank Nürnberg eG hat die Angemessenheit der Eigenmittel durch die Anwendung der CRR nachgewiesen. Hierbei wurde die Höhe der Adressenausfallrisiko-Positionen mittels des Standardansatzes ermittelt.

Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung wurde die nach den Vorschriften der CRR erforderliche Gesamtkapitalquote auch unter Berücksichtigung des im Rahmen des bankaufsichtlichen Überprüfungs- und Bewertungsprozesses erlassenen Kapitalzuschlags jederzeit erfüllt. Die Mindest-Eigenmittelanforderungen unterliegen bestimmten Übergangsregelungen, die mit einer schrittweisen Einführung und damit einer Erhöhung der Eigenmittelanforderungen einhergehen.

Kundenforderungen

Unsere Kundenforderungen betrugen 61,3 % des Geschäftsvolumens.

Sämtliche akuten Risiken wurden durch Wertberichtigungen abgedeckt; für mögliche verbleibende latente Risiken besteht eine ausreichende Risikovorsorge. Vom Gesamtbestand der Kundenforderungen entfielen 77,9 % auf Realkredite, die aufgrund der dinglichen Sicherung mit einer geringeren Ausfallwahrscheinlichkeit behaftet sind.

Wertpapieranlagen

Die Wertpapieranlagen (Bilanzposten Aktiva 5 und 6) betrugen 23,3 % des Geschäftsvolumens. Die Wertpapieranlagen der Bilanzposition Aktiva 5 umfassen schwerpunktmäßig Pfandbriefe deutscher Banken mit ausschließlich fester Verzinsung sowie ungedeckte Wertpapiere von genossenschaft-lichen Kreditinstituten, die Mitglied der BVR-Sicherungseinrichtung sind. Beigemischt wurden nachrangige Wertpapiere der genossenschaftlichen Zentralbank. Daneben bestehen festverzinsliche Wertpapiere, die von verschiedenen Bundesländern emittiert wurden bzw. deren Rückzahlung von diesen garantiert ist. Bei der Sparda-Bank Nürnberg eG gibt es keine Wertpapierpositionen, die aufgrund schlechter Bonität von Emittenten ausfallge-fährdet sind. Auch sind in der Bilanzposition Aktiva 5 keine Wertpapiere ausländischer Konzerne vorhanden. Die Bestände variabel verzinslicher Wertpapiere des Vorjahres waren in 2018 endfällig.

Die Bilanzposition A 6 beinhaltet ausschließlich Investmentfondsvermögen.

Sämtliche Wertpapiere waren der Liquiditätsreserve zugeordnet und folglich nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei der Bewertung des Wertpapierbestandes wurden zum Jahresende handelsrechtlich anerkannte Kursdaten, vordergründig Marktkurse geläufiger Börsenplätze, zugrunde gelegt.

Weitere bedeutende und wesentliche Aktiv­ und Passivstrukturen

Die Forderungen an Kreditinstitute waren – gemessen am Anteil an der Bilanzsumme von 6,7 % – zum Bilanzstichtag nicht wesentlich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten einen Betrag in Höhe von 87,2 Mio. EUR für Kunden durchgereichte Förderkredite, bei denen zum Zeitpunkt der Fälligkeit in gleicher Höhe entsprechende Zuflüsse erwartet werden.

Im Berichtsjahr und auch in den Vorjahren wurde ein hoher Bestand an kurzfristigen Einlagen kundenseitig aufgebaut. Möglichen Abrufrisiken ist
im Rahmen der Liquiditätsplanung Rechnung getragen.

Derivategeschäfte

Zum Volumen unseres Derivategeschäfts verweisen wir auf den Anhang zu D. I. Bilanz.

Die Geschäfte wurden mit unserer Zentralbank sowie einer weiteren deutschen Adresse abgeschlossen.

Sämtliche Zins-Swaps waren in die barwertige Gesamtbanksteuerung eingebunden und dienten der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos.

Garantieverbund

Die Sparda-Bank Nürnberg eG ist der BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen.

Die BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) ist in ihrer satzungsmäßigen Funktion als Institutsschutzsystem amtlich als Einlagensicherungssystem anerkannt und erfüllt den gesetzlichen Auftrag, im Falle einer Bankinsolvenz die Entschädigung der Einleger nach Maßgabe des Einlagensicherungsge-setzes vorzunehmen. Darüber hinaus ist sie gesetzlich berechtigt, Maßnahmen zur Abwendung einer Bestandsgefährdung, also zur Verhinderung einer Insolvenz, vorzunehmen.

Parallel zur BVR Institutssicherung GmbH besteht die Sicherungseinrichtung des BVR. Auch sie hat als institutsbezogenes Sicherungssystem die Aufgabe, drohende oder bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Kreditinstituten abzuwenden oder zu beheben, also Insolvenzen zu verhindern. Sollte eine der Sicherungseinrichtung des BVR angeschlossene Bank in eine Schieflage geraten, die sie aus eigener Kraft nicht beseitigen kann, schützt die Sicherungseinrichtung des BVR über den gesetzlichen Schutz der BVR Institutssicherung GmbH hinaus die Einlagen  nach Maßgabe ihres Statutes.

4. Zusammenfassende Beurteilung der Lage

Schwerpunkt unseres Geschäftsgebietes ist der nordbayerische Raum. Unsere Kunden sind größtenteils Privatkunden.

Die Vermögenslage unseres Hauses ist durch eine solide und adäquate Eigenkapitalausstattung geprägt.

Die Finanz- und Liquiditätslage entspricht den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

Vor dem Hintergrund des deutlichen Rückgangs des Zinsüberschusses bei gleichzeitigem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen waren wir mit der Entwicklung der Ertragslage in diesem Jahr nicht mehr zufrieden.

Die Risiken der künftigen Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind insgesamt überschaubar.

      IV. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

      Risikomanagement

      Das Risikomanagement ist für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken frühzeitig zu erkennen, vollständig zu erfassen und in angemessener Weise auch über den Bilanzstichtag hinaus darzustellen. Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die regelmäßig überprüft wird. Hierauf aufbauend hat der Vorstand ein angemessenes System zur Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -überwachung implementiert, welches in die Gesamtbankplanung und Gesamtbanksteuerung integriert und im Risikohandbuch dokumentiert ist.

      Die strategische Risikoausrichtung unserer Bank orientiert sich an unserem grundsätzlich risikoarmen Geschäftsmodell als regional tätige Genossen-schaftsbank für Privatkunden. Demnach wird auch bei Engagements in anderen Anlagekategorien geprüft, ob deren Umfang und Risikogehalt mit den Vorstellungen und Erwartungen unserer Mitglieder und Kunden vereinbar ist. Ziel unseres Risikomanagements ist es, negative Abweichungen von unseren Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Die Einbindung des Risikomanagements in das Gesamtbanksteuerungssystem dient uns aber zugleich zur Erkennung und Nutzung von Chancenpotenzialen.

      Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken und legen die für uns wesent-lichen Risiken fest. Die eingesetzten Methoden, Prozesse, Abläufe sowie die Intensität der methodischen Weiterentwicklung richten sich nach Umfang und Bedeutung der Risiken für die Bank (Proportionalität). Hierbei werden mathematische Verfahren eingesetzt, die aber auch stets hinsichtlich ihres Realitätsbezuges sowie der Modellrisiken kritisch hinterfragt werden, um der Gefahr zu begegnen, dass strategische Fragestellungen allein auf Basis komplexer mathematischer Systeme und statistischer Wahrscheinlichkeiten getroffen werden. Gerade die Finanzkrise hat gezeigt, dass neue Risiken auftreten können bzw. eine grundsätzliche Neueinschätzung von Risiken erfolgt, so dass neben der mathematisch-empirischen Betrachtung der Risiken auch ergänzende Verfahren, Analysen und Expertenurteile herangezogen werden.

      Die laufende Überwachung und Steuerung sowie das Reporting bezüglich aller Risiken erfolgt im Rahmen eines Dispositionsausschusses unter Beteiligung des Gesamtvorstandes. Der Aufsichtsrat wird in regelmäßigen Sitzungen über die Gesamtrisikoposition der Bank durch den Vorstand informiert. Die Risikomanagement- und -controllingprozesse sind regelmäßig Prüfungsgegenstand der prozessunabhängigen Internen Revision.

      Risikotragfähigkeitskonzept

      Mit Hilfe der Risikotragfähigkeitsrechnung soll sichergestellt werden, dass alle Risiken in unserer Bank durch das zur Verfügung stehende Risikodeckungspotential laufend abgedeckt sind. Dabei wird besonderes Augenmerk auf eine durchgängige Methodenkonsistenz gelegt.

      In Erkenntnis, dass sich barwertige Vermögensrisiken und handelsrechtliche Bewertungsvorschriften nicht problemfrei überführen lassen, aber die kontinuierliche Steigerung der Barwerte auch zu steigenden Jahresüberschüssen führt, erfolgt die operative Steuerung und Limitierung des gesamtbankbezogenen Risikos barwertig. Parallel hierzu wird mit Hilfe der Szenariotechnik überprüft, inwieweit auch bei Stress-Szenarien eine handelsrechtlich auskömmliche GuV-Gestaltung sichergestellt ist.

      Der Vermögensbarwert der Bank wird mindestens monatlich durch die Bewertung aller Vermögensgegenstände und Schulden ermittelt.
      Von diesem Wert werden unter anderem noch die erwarteten Risikokosten sowie die zukünftigen Bearbeitungskosten abgezogen; dieser Wert wird als Reinvermögen bezeichnet. Nach Abzug des bilanziellen Eigenkapitals verbleibt das freie Risikokapital, das zur Abdeckung sämtlicher Risiken dient. Damit werden die Risiken der Bank durch Vermögensgrößen außerhalb des regulatorischen und bilanziellen Eigenkapitals abgedeckt und limitiert.

      In Ergänzung zum Risikotragfähigkeitskonzept haben wir in unserer Bank einen zukunftsgerichteten mehrjährigen Kapitalplanungsprozess, der die Planung und Überwachung der zukünftigen Tragfähigkeit der eigenen Risiken sicherstellt, eingerichtet. In diesem Kapitalplanungsprozess identifizieren wir rechtzeitig unseren regulatorischen und internen Kapitalbedarf, um diesen Bedarf frühzeitig mittels geeigneter Maßnahmen auch unter ungünstigen Rahmenbedingungen abdecken zu können.

      Risikokategorien

      Für unsere Bank sind die folgenden Risikokategorien als wesentlich eingestuft:

      Marktpreisrisiken
      Unter dem Marktpreisrisiko verstehen wir das Risiko finanzieller Verluste aufgrund der Änderung von Marktpreisen (z. B. für Zinsen, Aktien, Gold
      und Währungen). Die Risikoquantifizierung aller Marktpreisrisiken geschieht mit Hilfe der „Modernen Historischen Simulation“ und einem Value-at-Risk-Ansatz (VaR-Ansatz). Dieser berechnet mit einem bestimmten Wahrscheinlichkeitsgrad den statistischen Vermögensverlust, wenn sich die historisch beobachteten Wertänderungen in der Zukunft wiederholen. Seit dem Jahr 2008 quantifizieren wir innerhalb der Marktpreisrisiken auch die implizit vorhandenen Optionsrisiken aus Kundengeschäften und beziehen diese auch in die VaR-Berechnung ein.

      Neben dieser barwertigen Sichtweise werden auch herkömmliche GuV-Simulationen durchgeführt. Innerhalb der Marktpreisrisiken sind die Risiken aus dem Zinsbuch von großer Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hielt die Niedrigzinsphase an, die kurzen und mittleren Laufzeiten wiesen sogar Minuszinsen auf.

      Bei der Vermögensallokation nimmt das Zinsbuch traditionell den größten Raum ein. Die Steuerung des Zinsbuches geschieht auf Basis eines passiven Benchmark-Verfahrens, wobei durch die Wahl der Benchmark indirekt auch der grundsätzliche Risikoumfang determiniert ist. Bei der Benchmark orientieren wir uns an gehebelten gleitenden 10-Jahres-Tranchen. Im Geschäftsjahr 2018 trug diese Benchmark dazu bei, Erträge aus der Fristentrans-formation zu generieren. Andere Asset-Klassen, insbesondere Aktien- und Immobilienfonds, werden im Zuge einer verbreiterten Vermögensallokation mit dem Ziel beigemischt, die im Zinsbuch begrenzten Ertragsperspektiven bei überschaubarem Risiko zu kompensieren.

      Die Aussteuerung der Marktpreisrisiken geschieht insbesondere mit Hilfe von Zinsderivaten im Rahmen der Aktiv-/Passivsteuerung sowie auf Basis einer stetig verbreiterten Vermögensallokation. Die Limitierung der Marktpreisrisiken erfolgt insgesamt im Rahmen des Risikotragfähigkeitskonzeptes sowie mit Hilfe nomineller Strukturlimite für einzelne Anlageklassen.

      Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-/Passivsteuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewer-tet. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum Bilanzstichtag war keine Rückstellung zu bilden. Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

      Adressenausfallrisiken

      Unter Adressenausfallrisiko verstehen wir die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls, der Migration oder der adressbezogenen Spreadveränderung von Geschäftspartnern das erwartete Ausmaß übersteigen. Das Adressenausfallrisiko umfasst vor allem das Kreditrisiko, das Kontrahenten- und Emittentenrisiko, das Länderrisiko, das Spreadrisiko sowie Migrationsrisiken. Ferner definieren wir unser Beteili-gungsrisiko als Teil des Adressenausfallrisikos.

      Im Bereich des Kundenkreditgeschäftes erfolgt vor Kreditvergabe eine sorgfältige Prüfung der Bonität. Es bestehen abgestufte Kompetenzregelungen je nach Kredithöhe und Risikogehalt. Das Kundenkreditportfolio erstreckt sich im Wesentlichen auf Privatpersonen mit überwiegend Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit. Unsere strategische Ausrichtung im Kundenkreditgeschäft besteht darin, durch Kleinteiligkeit und breite Streuung Klumpen- und Konzentrationsrisiken zu vermeiden. Aufgrund des Schwerpunktes im Bereich der privaten Wohnbaufinanzierung vermeiden wir Bewertungsrisiken. Der hohe Anteil an Baukrediten bei volumenbezogen untergeordnetem Konsumentenkreditgeschäft gewährleistet eine grundsätzliche Besicherung für unsere Kreditengagements. Für das in 2017 gestartete neue Geschäftsfeld Wohnungsbaugenossenschaften sind Risikobegrenzungsregeln definiert, die die Risikostruktur unseres Kundenkreditportfolios auch für die Zukunft erhalten soll.

      Die Steuerung des Bestandsgeschäftes wird durch ein Frühwarnsystem sowie eine zeitnahe Bonitätsbeobachtung durch VR-Ratingverfahren unter-stützt. Das gesamte Ausfallrisiko wird mit Hilfe der ratingbasierten Ausfallwahrscheinlichkeiten im Rahmen eines Kreditportfolio-Modells im Ausfallmodus laufend berechnet und im Limitsystem berücksichtigt. Die regelmäßige Risikoberichterstattung reicht von Analysen zum Neugeschäft über die gesamte Portfolio-Entwicklung bis hin zur Besprechung bemerkenswerter Engagements.

      Insgesamt konnte die Risikostruktur im Kundenkreditgeschäft in den letzten Geschäftsjahren aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung stetig verbessert werden. Das Kreditportfolio wird von uns aufgrund der Ratingverteilung und der EWB-Ergebnisse weiterhin als sehr gut bzw. risikoavers eingestuft. Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

      Bei unseren Eigengeschäften berücksichtigen wir im Rahmen eines Limitkonzeptes das Rating und die Bonität der Partner und der Anlagen.
      Je Geschäftsart bestehen Handelslinien und Adresslimite. Im Rahmen eines Portfoliomodells werden die Risiken aus Rating-Migrationen, Spread-Schwankung, Ausfall und unsicheren Verwertungsquoten gemessen und als CVaR der Risikotragfähigkeit gegenübergestellt. Daneben unterhalten wir ungesicherte Forderungen im Bereich der eigenen Geldanlagen im Rahmen breit gestreuter Fonds, wobei das diesbezügliche ungesicherte Volumen für die Bank nur von geringer Risikobedeutung ist.

      Der Umfang der Beteiligungspositionen unseres Hauses ist bilanziell und bezogen auf den Vermögensbarwert von untergeordneter Bedeutung. Lediglich für die Beteiligung an der DZ BANK AG bzw. der entsprechenden Holding erfolgt eine Risikoquantifizierung. Das Risiko wird jährlich auf Basis der relativen Veränderung der DAX-Banken-Sector-Zeitreihe (seit 1988) mit einem Konfidenzniveau von 99 % errechnet.

      Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

      Liquiditätsrisiken
      Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit nicht gegeben ist, weil die benötigten Finanzmittel nicht zur Verfügung  stehen. Das Liquiditätsrisiko umfasst das Liquiditätsrisiko im engeren Sinne (Abruf- und Terminrisiko) sowie das Liquiditätsanspannungsrisiko.

      Aus dem Geschäftsmodell der Sparda-Bank Nürnberg eG resultiert eine inhärente Begrenzung dieser Risiken, da in dem kleinteiligen Privatkunden-kredit- und -einlagengeschäft keine größeren Abruf-, Termin- oder Klumpenrisiken liegen. Das breit gefächerte Privatkundengeschäft der Bank bedingt stabile und replizierende monatliche und saisonale Zahlungsströme, die eine verlässliche Steuerung der Zahlungsstromrisiken ermöglichen.
      Die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund gewährleistet einen zusätzlichen Liquiditätsrückhalt, so dass keine wesentlichen Refinanzierungsrisiken bestehen.

      Im Rahmen der formellen Liquiditätssteuerung wird die Zahlungsfähigkeit – durch den Wegfall der Liquiditätskennzahl – ab 2018 anhand der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und gemäß den Anforderungen aus den MaRisk überwacht. Sobald die LCR einen internen Schwellenwert unterschreitet, sind geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung eingerichtet. Die Anforderungen der LCR wurden in 2018 jederzeit erfüllt. Unplanmäßige Entwicklungen mit wesentlichen Auswirkungen auf unsere Liquiditätslage haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben.

      Um mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen zu können, haben wir eine Liquiditätsmanagementfunktionsstelle eingerichtet. Diese Stelle über-nimmt im Fall eines äußerst ungünstigen Umstandes die operative Steuerung hinsichtlich der jederzeitigen Veräußerung der Bestände liquider Aktiva und kann auf diese zusätzliche Finanzierungsquelle zugreifen. Weiterhin prüft sie die internen Systeme und Kontrollen zur Liquiditätssteuerung.

      Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

      Operationelle Risiken
      Operationelle Risiken definieren wir in Anlehnung an Basel II als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder aufgrund externer Einflüsse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken und dolose Handlungen mit ein. Als operationelle Risiken definiert die Bank ebenfalls das Risiko von Auslagerungen (z. B. in den Bereichen der EDV, wie Rechenzentrumsleistungen).

      Unser innerbetriebliches Überwachungssystem trägt dazu bei, die operationellen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Den Betriebs- und Rechtsrisiken begegnen wir durch die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern (z. B. im EDV-Bereich oder im Bereich der Rechtsberatung). Versicherbare Gefahrenpotentiale, z. B. Diebstahl- und Betrugsrisiken, haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgedeckt.

      Für bekannte Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und anderen Schadensfällen haben wir ausreichend Rückstellungen entsprechend den handels-rechtlichen Vorschriften gebildet. Im Geschäftsjahr 2018 sind, wie im Vorjahr, keine wesentlichen operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsaus-wirkung eingetreten.

      Nennenswerte Veränderungen zum Vorjahr haben sich nicht ergeben.

      Sonstige Risiken
      Wesentliche sonstige Risiken sind uns derzeit nicht bekannt.

      Zusammenfassende Risikoeinschätzung
      Die dargestellten Risiken werden nach unserer derzeitigen Einschätzung die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Zur Steuerung und Überwachung von Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, verfügen wir aus unserer Sicht über ein wirksames Risikomanagement und -controlling. Dies gilt auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus Stresstests, die wir entsprechend den Anforderungen der MaRisk für die einzelnen Risikoarten, aber auch risikoartenübergreifend, durchführen.

      Auch unsere Eigenmittelausstattung lässt erkennen, dass wir bereits heute die in den nächsten Jahren steigenden Eigenmittelanforderungen aus der CRR inkl. dem sog. SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) mit einem ausreichenden Spielraum erfüllen.

      Die Risikolage ist insgesamt als günstig einzustufen, bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

      V. Voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

      Die Identität der Sparda-Bank Nürnberg eG basiert traditionell und auch in Zukunft auf der Kernkompetenz, Finanzdienstleistungen für das standardisierte Mengengeschäft anzubieten.

      Um die Zukunftsfähigkeit zu sichern, wurde im Jahr 2015 ein Strategieprozess erarbeitet. Hierzu wurden zur Umsetzung eines strategischen Zielbilds zunächst acht verschiedene strategische Initiativen aufgesetzt, die perspektivisch noch um weitere strategische Initiativen ergänzt werden.

      Basis der strategischen Initiativen sind die über den Strategieprozess formulierten Einzelziele. Diese Einzelziele stellen eine fest umrissene Orientierung dar, wie die Sparda-Bank Nürnberg eG spätestens im Jahr 2030 positioniert sein soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde im Rahmen von diversen Projekten an der Umsetzung dieses Strategieprozesses gearbeitet.

      Angesichts des im Bankgewerbe seit Jahren zu beobachtenden Rückgangs des Zinsüberschusses bei gleichzeitig gestiegenen Aufwendungen werden wir uns ab 2019 auf den Ausbau zusätzlicher Ertragsquellen und die Reduzierung von Kostenpositionen in der Bank fokussieren. Ziel ist es, in den Bereichen zu sparen, in denen Kosten schnell reduziert oder begrenzt werden können. Hierzu wurde das Projekt „Fokus 2024“ aufgesetzt.

      Im Mengengeschäft werden auch weiterhin Retail-Standardprodukte angeboten. Das Internet wird zum primären Kontaktpunkt und auch der Vertrieb von Standardprodukten erfolgt immer mehr digital. Mit einem exzellenten Service über alle Vertriebswege wollen wir uns deutlich vom Wettbewerb differenzieren. Darüber hinaus werden bestimmte Kundensegmente noch intensiver als heute betreut und steigern dadurch die Wertschöpfung. Zusätzlich sollen neue Zielgruppen erreicht werden, die zu unserer Marke passen.

      Ziel soll es sein, unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit die Geschäftsaktivitäten an die veränderten äußeren Gegebenheiten und Herausforderungen des Kapitalmarktes anzupassen.

      Bei der zukünftigen Entwicklung ist die Sparda-Bank Nürnberg eG auch von der allgemeinen Konjunkturlage Deutschlands abhängig.

      Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlicht Konjunkturprognosen. Demnach wird für das Jahr 2019 mit einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % und für das Jahr 2020 mit einer Steigerung von 1,8 % gerechnet.

      Darüber hinaus ist auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank von Bedeutung. Die nach wie vor bestehende Negativverzinsung auf täglich fällige Einlagen bei der Deutschen Bundesbank belastet die Ertragslage der Sparda-Bank Nürnberg eG. Eine Weiterbelastung der gezahlten Zinsen zu Lasten unserer Privatkundeneinleger von der Sparda-Bank Nürnberg eG ist nicht beabsichtigt.

      Da die Sparda-Bank Nürnberg eG überwiegend das Privatkundengeschäft betreibt, ist sie von der konjunkturellen Entwicklung nicht so stark abhängig wie eine Bank, die ihren Schwerpunkt auf das Gewerbekreditgeschäft gesetzt hat. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht bei seinen prognostizierten Wachstumsraten davon aus, dass die Arbeitslosenquote bis auf 4,8 % im Jahr 2019 und 4,5 % im Jahr 2020 sinken wird.

      Eine hohe Arbeitslosigkeit und ein Anstieg der Insolvenzen können perspektivisch zu steigenden Kreditausfällen im Geschäftsgebiet der Sparda-Bank Nürnberg eG führen. Im Vergleich zu den Jahren 2012 bis 2018, in denen bei der Sparda-Bank Nürnberg eG saldiert keine Kreditrisikokosten entstan-den sind, gehen wir aufgrund der für ein Kreditinstitut typischerweise grundsätzlich vorhandenen Kreditrisiken davon aus, dass zukünftig im vertretbaren Maße Kreditrisikokosten entstehen können.

      Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Ein besonderes Augen-merk wird auf die Entwicklung der Marktzinsen gelegt. Eine steile Zinsstrukturkurve wirkt sich positiv für die Sparda-Bank Nürnberg eG aus, dagegen führt eine flache Zinsstrukturkurve zu einer Reduzierung des Strukturbeitrages, der Bestandteil des Zinsüberschusses ist.

      Ein auskömmlicher Zins- und Provisionsüberschuss steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Für die Jahre 2019 und 2020 erwarten wir, dass der Zinsüberschuss aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus unterhalb des Ergebnisses von 2018 liegen wird. Bei den Provisionserträgen gehen wir von steigenden Erträgen aus.

      Bei den Sachaufwendungen (inkl. Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen) rechnen wir für die kommenden zwei Jahre mit ansteigenden Beträgen.

      Ebenso rechnen wir für die Jahre 2019 und 2020 mit höheren Personalaufwendungen.

      Das Betriebsergebnis vor Bewertung wird voraussichtlich in den kommenden drei Jahren stagnieren; ab 2022 rechnen wir mit tendenziell ansteigenden Ergebnissen.

      Die Sparda-Bank Nürnberg eG erwartet unter Berücksichtigung ihrer Anlagenstruktur mit keinen wesentlichen Ausfällen aus den Wertpapieranlagen in den beiden nächsten Jahren.

      Die Sparda-Bank Nürnberg eG strebt eine stetige Erhöhung des Vermögensbarwertes an. Die Veränderung des Vermögensbarwertes spiegelt die Bewertung des Bankvermögens wider. Externe Einflüsse aus Zins- und Aktienmarktentwicklungen sowie realisierte Kundenmargen und Provisionen beeinflussen ihn gleichermaßen, wie auch die entstandenen und erwarteten Aufwendungen in der Bank. Eine wesentliche Auswirkung auf den Vermögensbarwert hat die allgemeine Zinsentwicklung am Markt. Ein deutlicher Zinsanstieg der kurz-, mittel- und langfristigen Zinssätze in 2019 und 2020 wird den Vermögensbarwert negativ beeinflussen.

      Unsere Kernkompetenz ist das Kundengeschäft. Es besteht daher das strategische Ziel, aus dem Kundengeschäft heraus leben zu können und nicht auf schwankende Fristentransformationsbeiträge und Bewertungsergebnisse im Eigenhandel angewiesen zu sein.

      Vor dem Hintergrund der verschärften aufsichtsrechtlichen Eigenmittel-Bestimmungen soll der zusätzlich entstehende Eigenkapitalbedarf möglichst weitgehend aus eigener Kraft mit thesaurierten Gewinnen gedeckt werden können. Für die nächsten beiden Jahre gehen wir davon aus, dass die regulatorischen Mindest-Eigenkapitalquoten eingehalten werden.

      Nürnberg, 22. Februar 2018

      Sparda-Bank Nürnberg eG
      DER VORSTAND

      Stefan Schindler | Thomas Lang | Markus Lehnemann